LIFE PROJEKTE IN NIEDERÖSTERREICH
 
LIFE Wildnisgebiet Dürrenstein, Naturwald © Glader

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Kurzbeschreibung der LIFE-Projekte

 

LIFE Natur Projekt "Bärenschutzprogramm Österreich"

Projektgebiet:

NÖ, OÖ, KT, STMK

Projektträger:

WWF Österreich unter Beteiligung mehrerer Länder und des
BMLFUW

Dauer:

1995-1998

Kosten:

916.000 (75 % EU)

Nach der Ausrottung der Bären im 19. Jahrhundert bewirkte ihre Rückkehr nach Österreich eine Trendwende im Artenschutz. Auch Tierarten, die mit den menschlichen Nutzungsansprüchen in Konflikt geraten können, ist ein Existenzrecht zuzusprechen. Damit können aber auch Probleme entstehen: Bären können menschliche Nahrungsquellen nutzen und Schäden verursachen, vor allem in der Imkerei und der Weidewirtschaft.

Maßnahmen:
Mit Hilfe des LIFE-Projektes konnte ein Managementplan erarbeitet werden, der die Ziele und Leitlinien für Bärenschutz in Österreich vorgibt. Dabei wurden für den Bärenschutz grundlegend wichtige Themen bearbeitet: Evaluierung der Habitatqualität, die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Schulung von Fachleuten, die Information der Bevölkerung, die Möglichkeiten der Schadensvorbeugung und -regelung und die Kontrolle auffälliger Bären. Um die Akzeptanz für den Bärenschutz zu erhöhen, wurden die betroffenen Interessensgruppen bei der Erstellung des Managementplans eingebunden.


LIFE Bärenschutzprogramm © Heimpel

LIFE Natur Projekt "Ramsar-Management March-Thaya-Auen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Distelverein unter Beteiligung des Landes NÖ - Abt. Naturschutz, der Wasserstraßen-
direktion und des BMLFUW

Dauer:

1995-1998

Kosten:

€ 1.963.000 (50 % EU)

Zusammen mit den Augebieten der Donau östlich von Wien bilden die Auwälder und Feuchtwiesen der March und der unteren Thaya eines der größten zusammenhängenden Auengebiete Mitteleuropas. Als der Nutzungsdruck nach Öffnung der Ostgrenzen im Jahr 1989 zunahm, waren naturschutzfachliche Strategien und angepasste Konzepte erforderlich, die auf die Erhaltung der hohen naturräumlichen Qualität abzielen.

Maßnahmen:
Um die Besonderheiten dieser Landschaft zu erhalten bzw. sie wieder aufzuwerten, wurden die Marchwiesen nach naturschutzfachlich orientierten Pflegeplänen gemäht. Das LIFE-Projekt förderte auch viele Kleinmaßnahmen wie die Anlage von Biotopstreifen, die Pflege der Kopfweiden, Wiesenrückführungen, die naturnahe Bewirtschaftung der Auwälder und die Beweidung der Wiesen mit Galloway-Rindern. Die Revitalisierung der Flüsse March und Thaya wurde eingeleitet. Reaktiviert wurden auch alte Gräben. In Kooperation mit Gemeinden entstanden angepasste touristische Konzepte.

 
LIFE Ramsar Management March-Thaya-Auen © Distelverein





LIFE Ramsar Management March-Thaya-Auen © Distelverein

LIFE Natur Projekt "Feuchtgebietsmanagement Oberes Waldviertel"

Projektgebiet:

Projektträger:

WWF Österreich unter Beteiligung des Landes NÖ - Abt. Naturschutz

Dauer:

1996-1999

Kosten:

868.000 (50 % EU)

Der Bereich zwischen Gmünd und Litschau besitzt eine wertvolle Fluss-, Teich- und Moorlandschaft, die neben den naturnahen Bächen Lainsitz und Reißbach auch bedeutsame Hochmoore umfasst. Das Gebiet ist aufgrund seiner Grenzlage bisher von starken Nutzungseingriffen verschont geblieben und wurde im Jahr 1999 zu einem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (Ramsar Konvention) erklärt.

Maßnahmen:
Mit Hilfe des LIFE-Projektes konnten wesentliche Voraussetzungen zum Schutz der wertvollen Feuchtgebiete geschaffen werden. Entlang von Lainsitz und Reißbach sowie an den Großteichen und Mooren wurden in Zusammenarbeit mit Grundbesitzern, Teichwirten, Bauern und Gemeinden Uferschutzstreifen eingerichtet bzw. verbrachte Feuchtwiesen wieder gemäht. So konnten abgestimmte Managementpläne erstellt, die extensive Teichwirtschaft gefördert, Pufferzonen rund um Teiche und Fließgewässer geschaffen und artenreiche Feuchtwiesen erhalten werden. Zwei Moore wurden wieder vernässt, indem Entwässerungsgräben mit Holzdämmen verschlossen wurden.

 
LIFE Feuchtgebietsmanagement Oberes Waldviertel © Manhart

LIFE Natur Projekt "Wildnisgebiet Dürrenstein"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Naturschutz unter Beteiligung des BMLFUW

Dauer:

1997-2001

Kosten:

7.402.000 (60 % EU)

www.wildnisgebiet.at

Das Gebiet um den Dürrenstein beherbergt den größten Urwaldrest der Alpen und Mitteleuropas. Auf beinahe 500 ha Waldfläche gab es seit der letzten Eiszeit keinerlei Waldbewirtschaftung. Das Wildnisgebiet dient damit als wichtiger Baustein im Bestreben, naturbelassene Wald-Ökosysteme mit ihren typischen Tier- und Pflanzenarten als Prozessschutzgebiet dauerhaft zu sichern. Es ist Lebensraum für Arten wie Braunbär, Luchs, Birkhuhn, Weißrückenspecht und Alpenbock-Käfer.

Maßnahmen:
Durch das LIFE-Projekt konnten die zum Schutz dieser Primärwälder notwendigen Flächen gesichert und eine Schutzgebietsverwaltung aufgebaut werden. Die Anerkennung als erstes Wildnisgebiet Österreichs der Kategorie I nach den Kriterien der Weltnaturschutzorganisation IUCN wurde im Jahr 2003 verliehen. Das Wildnisgebiet dient dem Schutz gefährdeter Lebewesen und Lebensgemeinschaften. Es soll jedoch kein bestimmter Zustand konserviert werden, sonder vielmehr dürfen natürliche Prozesse weitestgehend ohne Einfluss des Menschen ablaufen.

 

LIFE Wildnisgebiet Dürrenstein © Glader

LIFE Natur Projekt "Nationalpark Thayatal"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Naturschutz unter Beteiligung des BMLFUW

Dauer:

1998-2001

Kosten:

11.328.000 (9,1 % EU)

www.np-thayatal.at

Das Thayatal zählt zu den letzten naturnahen Tallandschaften Mitteleuropas. Wegen der Grenzlage und der Unzugänglichkeit des Tales blieben diese Wälder von forstlichen Umwandlungsmaßnahmen weitgehend verschont. Aufgrund des großen Artenreichtums und der Naturnähe wurde das Gebiet als nationalparkwürdig eingestuft. Der Nationalpark Thayatal umfasst 1.330 ha des Thayatales bei Hardegg. In Tschechien erstreckt sich der Nationalpark zwischen Frain und Znaim entlang einer Flusslänge von 45 km.

Maßnahmen:
Mit Hilfe dieses LIFE-Projektes konnten die zu Bewahrung der Artenvielfalt notwendigen Flächen gesichert werden, sodass der „Nationalpark Thayatal“ im Jahr 2000 errichtet werden konnte. Erstellt wurde auch ein Managementplan, in dem Jagd, Fischerei und andere Nutzungen geregelt werden. Damit die Natur sich ungestört entwickeln kann, kam es hier zu größeren Einschränkungen.

 

LIFE Nationalpark Thayatal © Manhart

LIFE Natur Projekt "Gewässervernetzung und Lebensraummanagement Donau-Auen"

Projektgebiet:

NÖ, Wien

Projektträger:

Nationalpark Donau-Auen unter Beteiligung der Länder Wien und
NÖ - Abt. Naturschutz, der Wasserstraßendirektion und des BMLFUW

Dauer:

1998-2002

Kosten:

€ 2.822.000 (50 % EU)

www.donauauen.at

Der im Oktober 1996 gegründete Nationalpark Donau-Auen umfasst eines der letzten großflächigen, unverbauten Augebiete Europas, in dem die Dynamik eines großen Stromes noch wirksam ist. Die enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten resultiert aus verschiedenen Entwicklungsstadien des Auwaldes und unterschiedlichsten Gewässertypen auf engem Raum. Durch die Donauregulierung wurden die Altarmsysteme der Auen jedoch vom Hauptstrom der Donau getrennt.

Maßnahmen:
Mit Hilfe des LIFE-Projektes wurden einige bisher nur bei Hochwasser durchströmte Augebiete wieder mit der Donau verbunden. Querbauwerke wurden entfernt oder mit Durchlässen versehen. So können Hochwässer verstärkt in die Auen eindringen und den Lebensraum gestalten. Auch trockengefallene Gräben wurden wieder mit der Donau vernetzt und Feuchtwiesen durch spezielles Management als Lebensraum für den Wachtelkönig und andere gefährdete Arten gefördert.

 

LIFE Gewässervernetzung und Lebensraummanagement Donau-Auen © Baumgartner





LIFE Gewässervernetzung und Lebensraummanagement Donau-Auen © Baumgartner

LIFE Natur Projekt "Pannonische Sanddünen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Naturschutz

Dauer:

1998-2002

Kosten:

€ 755.000 (60 % EU)

www.sandduene.at

Von den ehemals ausgedehnten Dünen im Osten Niederösterreichs sind heute nur noch kleine Reste erhalten. Die Sanddünen zählen zu den wertvollsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft, denn hier finden viele hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten letzte Refugien.

Maßnahmen:
Im Rahmen eines LIFE-Projektes wurden umfangreiche Pflegemaßnahmen gesetzt. Um die Ausbreitung des Waldes im Bereich der naturschutzfachlich wertvollen Sandrasen einzudämmen, wurden unerwünschte Gehölze entfernt. Zudem wurde der Oberboden kleinflächig abgetragen, damit wieder ein größeres Angebot an Pionierflächen entstehen konnte. Wiederkehrende Pflegemaßnahmen wie die kleinräumige differenzierte Mahd und die extensive Beweidung hagern den Standort aus und tragen dazu bei, dass sich der Sandrasen optimal entwickelt. Das LIFE-Projekt unterstützte auch die naturschutzfachliche Arbeit in Ungarn, Ex-Jugoslawien und der Slowakei, indem über die Sandgebiete dieser Länder Grundlagenarbeiten herausgegeben wurden.

 

LIFE Pannonische Sanddünen © Wiesbauer

LIFE Natur Projekt "Wasserwelt March-Thaya-Auen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Distelverein unter Beteiligung des Landes NÖ, der Wasserstraßen-
direktion, des NÖ Landesjagdverbandes sowie des BMLFUW

Dauer:

1998-2003

Kosten:

€ 2.076.000 (50 % EU)

www.distelverein.at

Bereits zwischen 1995 und 1998 hat sich ein LIFE-Projekt mit der March- und Thaya-Niederung auseinander gesetzt. Dabei stand die Erhaltung der Feuchtwiesen und anderer wertvoller Lebensräume im Vordergrund.

Maßnahmen:
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Folgeprojektes bildete die Revitalisierung der Gewässer und Feuchtlebensräume. So wurden hart verbaute Uferbereich an der March abschnittsweise renaturiert. Die Ufer- und Profilgestaltungsmaßnahmen bewirken in Teilbereichen eine für Tieflandauen typische Flussdynamik und -morphologie.An der Thaya wurde ein abgeschnittener Mäander wieder an den Hauptfluss angebunden. Um flussdynamische Prozesse ungehindert ablaufen zu lassen, wurden Auwälder, die an Naturufer angrenzen, mittels Pacht aus der Nutzung genommen. Gewässerrandstreifen im Nahbereich von Biberrevieren wurden ebenfalls einbezogen und extensiviert.

 

 
LIFE Wasserwelt March-Thaya-Auen © WWF  




LIFE Wasserwelt March-Thaya-Auen © Kraus

LIFE Natur Projekt "Lebensraum Huchen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Wasserbau unter Beteiligung des NÖ Landesfischereiverbandes,
NGOs, der Gemeinde Loosdorf und des sowie des BMLFUW

Dauer:

1999-2004

Kosten:

€ 3.561.000 (50 % EU)

www.life-huchen.at

Der so genannte Donaulachs oder Huchen zählt zu den besonders bedrohten Fischarten. Er kommt nur im Einzugsgebiet der oberen und mittleren Donau vor. Durch Hindernisse wie Wehre und Sohlstufen sind die Laichwanderungen des Huchen und anderer Flussfische stark eingeschränkt. Sie sind von ihren Laichgründen abgeschnitten. Für den langfristigen Erhalt natürlicher Fischbestände ist die Vernetzung der Flussabschnitte untereinander, aber auch mit der Donau essenziell.

Maßnahmen:
Ein wesentliches Ziel des Projektes war es, die Lebensbedingungen für den Huchen zu verbessern. Durch den Umbau vorhandener Wehre und Sohlstufen an den Flüssen Pielach, Melk und Mank wurde das Gewässersystem im Bereich dieser Donau-Zubringer wieder großräumig passierbar. Weitere Schwerpunkte betrafen die langfristige Erhaltung der letzten flusstypischen Mäanderstrecken am Pielach-Unterlauf sowie strukturverbessernde Maßnahmen im Gewässerbett der Melk und der Mank.

 

LIFE Huchen © Zitek



LIFE Huchen © Seehofer
 

LIFE Natur Projekt "Schutz und Management des Braunbären in Österreich"

Projektgebiet:

Alpen in Österreich

Projektträger:

WWF Österreich unter Beteiligung mehrerer Länder und des
BMLFUW

Dauer:

2002-2005

Kosten:

€ 866.000 (50 % EU)

www.wwf.at

In den österreichischen Ostalpen lebten damals etwa ein Dutzend Braunbären. Der Bestand verteilt sich auf zwei Kerngebiete in den nördlichen und südlichen Kalkalpen. Für die langfristige Erhaltung des Bärenbestandes ist der großräumige genetische Austausch der Population wichtig.

Maßnahmen:
Im Rahmen des LIFE-Projektes wurde ein Konzept zur Vernetzung der Lebensräume für wandernde Tierarten, insbesondere für den Braunbären entwickelt, das schrittweise umgesetzt werden sollte. Durch genetische Untersuchungen von Haaren und Losungen konnte ein Überblick über den Bärenbestand in Österreich gewonnen werden. Dabei hat sich herausgestellt, dass die kleine Bärengruppe im Ötscher- und Hochschwab-Gebiet eng miteinander verwandt ist; eine Tatsache, die für die weitere Zukunft bedenklich ist. Weitere Schwerpunkte bildeten die Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Bärenpartnern in unseren Nachbarländern.

 

LIFE Schutz und Management des Braunbären in Österreich © Zedrosser

LIFE Natur Projekt "Revitalisierung Donauufer"

Projektgebiet:

Projektträger:

Nationalpark Donau-Auen unter Beteiligung des Landes NÖ - Abt. Wasserbau, der Wasserstraßendirektion und des BMLFUW

Dauer:

2002-2006

Kosten:

€ 1.778.000 (40 % EU)

www.donauauen.at

Im Rahmen eines LIFE-Projektes zwischen 1998 und 2002 wurden bereits mehrere Altarme an die Donau angebunden. Größere strukturökologische Defizite bestehen jedoch im Bereich der Donauufer. Diese sind meist mit Blockwurf befestigt und bieten kiesbrütenden Vögeln wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer oder strömungsliebenden Fischen keine geeigneten Lebensräume.

Maßnahmen:
Durch den Rückbau im Rahmen eines neuen LIFE-Projektes wurden Voraussetzungen geschaffen, dass der Strom wieder natürliche Ufer ausbilden und zu einer dynamischen Einheit mit der angrenzenden Au werden kann. Das dynamische Wechselspiel von Anlandung, Abtrag und Umlagerung lässt eine vielfältige Uferlandschaft entstehen, die sich ständig verändert. Dadurch entstehen für viele gefährdete Arten wertvolle Lebensräume. Auch die Forstwege im Bereich der Auen wurden zum Teil rückgebaut, so dass auf Traversen und anderen Strömungshindernissen im Bereich der Altarme verzichtet werden konnte.

 

LIFE Revitalisierung Donauufer © Kovacs




LIFE Revitalisierung Donauufer © Frank

LIFE Natur Projekt "Wachau"

Projektgebiet:

Projektträger:

Arbeitskreis Wachau unter Beteiligung des Landes NÖ - Abt. Wasserbau, via donau,
des NÖ Landesfischereiverbandes und des BMLFUW

Dauer:

2003-2008

Kosten:

€ 5.200.000 (40 % EU)

www.life-wachau.at

Die Wachau bildet neben dem Nationalpark Donau-Auen die einzige freie Fließstrecke der Donau in Österreich. Natur- und Kulturlandschaft sind hier untrennbar miteinander verbunden. Zum einzigartigen Erscheinungsbild tragen der kleinräumige Wechsel von Fluss, Auwaldresten, Trockenrasen, naturnahen Wäldern und ein Mosaik aus Wein- und Obstgärten bei. Aus der engen Verzahnung von Kulturlandschaftselementen und weitgehend ursprünglichen Lebensräumen resultiert ein hoher Artenreichtum auf engem Raum.

Maßnahmen:
Das LIFE-Projekt umfasst verschiedene Maßnahmen-Schwerpunkte. In der Wachau wurden Donau-Altarme angebunden und die Uferbereiche durch Kiesschüttungen strukturiert. Um die Trockenrasen aufzuwerten, wurden die hier aufgekommenen Gehölze entfernt. Durch Schaf-Beweidung werden die Trockenrasen gepflegt und nachhaltig gesichert. In mehreren gemeindeeigenen Waldbereichen wurden zudem Naturwaldzellen für Alt- und Totholz bewohnende Tierarten geschaffen.

 

LIFE Wachau © Haslinger



LIFE Wachau © freiwasser

LIFE Natur Projekt "Pannonische Steppen- und Trockenrasen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Naturschutz unter Beteiligung des BMLFUW

Dauer:

2004-2008

Kosten:

€ 1.459.000 (60 % EU)

www.steppe.at

Die Steppen- und Trockenrasen weisen extreme Lebensraumbedingungen auf, die sich aus der Trockenheit des Klimas, der geringen Bodenentwicklung und den kargen Standortverhältnissen ergeben. Sie bieten vielen hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume und zeichnen sich durch eine sehr hohe Biodiversität aus. Mit dem Rückgang der Steppen- und Trockenrasen sind viele Charakterarten selten geworden.

Maßnahmen:
Im Rahmen des LIFE-Projektes wurden in insgesamt 11 Teilgebieten umfangreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen zählen die Entfernung von Gehölzen im Bereich der Steppen- und Trockenrasen, kleinräumige Rodungen sowie Beweidung oder Mahd. Der Aufwand für das Naturraummanagement ist sehr hoch, da es sich größtenteils um steiles und unwegsames Gelände handelt. Ein Beweidungsmonitoring lieferte Grundlagen für die künftige Pflege dieser Lebensräume.

 
LIFE Pannonische Steppen- und Trockenrasen © Wiesbauer

LIFE Natur Projekt "Vernetzung Donau-Ybbs"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ  - Abt. Wasserbau unter Beteiligung der Austrian Hydro Power, des NÖ Landesfischereiverbandes und des BMLFUW

Dauer:

2004-2009

Kosten:

€ 1.778.000 (40 % EU)

www.life-donau-ybbs.at

Durch die Errichtung der Donau-Kraftwerkskette entstanden für Fische unüberwindbare Barrieren im Fluss. So sind viele Fischarten wie Huchen, Nase und Barbe von ihren Laichgründen getrennt und können ihre traditionellen, flussaufwärts gerichteten Laichwanderungen nicht mehr durchführen. Das Überleben dieser Fischarten ist damit langfristig gefährdet.

Maßnahmen:
Durch die Errichtung einer Fischwanderhilfe beim Donau-Kraftwerk Melk soll der Austausch von Fischen zwischen der Fließstrecke im Bereich der Wachau und dem Ybbsfluss wieder möglich werden. Im Bereich der Stauwurzel des Kraftwerkes Melk sind große Potenziale für fischökologische Verbesserungen vorhanden. Erreicht wurde das durch den Umbau der Ybbsmündung zu einem verzweigten Delta mit Schaffung ausgedehnter Kieszonen, die sich bei höheren Wasserführungen ständig umlagern können.

 

LIFE Vernetzung Donau-Ybbs © Haslinger




LIFE Vernetzung Donau-Ybbs © freiwasser

LIFE Natur Projekt "Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich"

Projektgebiet:

NÖ, BGLD

Projektträger:

Österr. Gesellschaft Großtrappenschutz unter Beteiligung der Länder
NÖ - Abt. Naturschutz und BGLD, EVN, BEWAG, ÖBB sowie des BMLFUW

Dauer:

2005-2010

Kosten:

€ 5.841.000 (60 % EU)

www.grosstrappe.at

Die weltweit gefährdete Großtrappe gehört mit einem Gewicht von 16 kg zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Sie besiedelt vorwiegend offene, über weite Strecken baum- und strauchlose Kulturlandschaften. Durch Kollision mit den Leitungsdrähten verenden Jahr für Jahr zahlreiche Trappen.

Maßnahmen:
Ziel des LIFE-Projektes ist es, die Trappenbestände im pannonischen Raum zu fördern. Im westlichen Weinviertel und auf der Parndorfer Platte werden gefährliche Leitungstrassen für die Trappe sichtbar gemacht oder durch Erdkabel ersetzt. Dadurch sollen weitere Kollisionen an Stromleitungen vermieden werden. In den oben genannten Gebieten und im Marchfeld werden die Bestände der Großtrappe auch durch die Einrichtung von Bracheflächen (Flächenstilllegungen) gefördert.

 

LIFE Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe © Kovacs

LIFE Natur Projekt "Bisamberg"

Projektgebiet:

NÖ, Wien

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Naturschutz unter Beteiligung der Stadt Wien, des BMLFUW und
der Gemeinde Langenzersdorf

Dauer:

2006-2010

Kosten:

€ 726.000 (60 % EU)

www.life-bisamberg.at

Der Bisamberg bildet heute ein wichtiges Erholungsgebiet für die Bevölkerung Wiens. Ein kleinteiliges Nebeneinander von Weingärten, Wiesen und Wäldern ermöglicht eine großen Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen. Bekannt ist der Bisamberg insbesondere auch für seinen Orchideenreichtum. Durch die Aufgabe des Weinbaus und der Beweidung während der letzten Jahrzehnte sowie durch Aufforstungen gingen große Bereich der ehemals offenen, extensiv genutzten Kulturlandschaft verloren.

Maßnahmen:
Durch Entbuschung und Wiederaufnahme historischer Nutzungsformen können die Lebensbedingungen für jene Lebewesen, die Trockenrasen bevorzugen, entscheidend verbessert werden. Durch spezielle Artenschutzmaßnahmen wurden die Bestände des Ziesels gefördert.

 

LIFE Bisamberg © Wiesbauer

LIFE+ Projekt "Mostviertel-Wachau"

Projektgebiet:

Projektträger:

Land NÖ - Abt. Wasserbau unter Beteiligung von via donau, Stadtgemeinde Amstetten,
Stadtwerke Amstetten, NÖ Landesfischereiverbandes, Forschungs- gemeinschaft LANIUS und des BMLFUW

Dauer:

2009-2014

Kosten:

€ 6.685.000 (50 % EU)

www.life-mostviertel-wachau.at

Das LIFE-Projekt Mostviertel-Wachau beinhaltet Maßnahmen an der Donau und am Ybbsfluss. Es werden Revitalisierungsmaßnahmen am Ybbsfluss in Amstetten und an der Pielach realisiert und abgetrennte Donaunebenarme in der Wachau wieder mit dem Strom verbunden.

Maßnahmen:
Im LIFE-Projekt Wachau erfolgte die Reaktivierung der Nebenarme Grimsing und Rührsdorf-Rossatz. Nun werden weitere historische Nebenarme bei Schallemmersdorf und Schönbühel wieder mit der Donau vernetzt. Neben diesen vollständig durchflossenen Nebenarmen sind auch nur einseitig an die Donau angebunden, strömungsarme Gewässer z.B. für Jungfische wichtig. Ein solches Biotop wurde bei Frauengärten nahe Dürnstein bereits fertig gestellt. Die Pielach als wichtigster Zubringer für ablaichende Nasen, Barben und Huchen wird im Mündungsbereich umgestaltet, neuer Lebensraum und eine verbesserte Fischpassierbarkeit werden entstehen. Der Lateiner Altarm zwischen Melk und Pielachmündung soll wieder mit der Donau verbunden und damit für Fische erreichbar werden. Das LIFE+ Projekt soll entscheidende Verbesserungen für die Donau bewirken und einen Beitrag zur Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie, der Fauna-, Flora- Habitatrichtlinie und der Vogelschutzrichtlinie der EU setzen.Die Maßnahmen im Mostviertel konzentrieren sich auf den Ybbsfluss im Bereich der Stadt Amstettten. Nahe den Ortschaften Winklarn und Hausmening wird die Ybbs eine Aufzweigung mit Nebenarmen und Inseln erhalten. Im Stadtbereich Amstetten sind an geeigneten Stellen ebenfalls ökologische Maßnahmen vorgesehen. Bei der Wehranlage in Greinsfurth wurde eine Fischwanderhilfe errichtet. Im Stadtbereich von Amstetten werden zwei Sohlrampen umgebaut, um eine bessere Fischpassierbarkeit zu erreichen.

 

LIFE Mostviertel-Wachau © freiwasser




LIFE Mostviertel-Wachau © freiwasser

LIFE+ Projekt "Traisen"

Projektgebiet:

Projektträger:

Verbund - Austrian Hydro Power unter Beteiligung der Bundes-
wasserbauverwaltung NÖ, via donau, Land NÖ - Abt. Wasserbau und dem NÖ Landesfischereiverbandes

Dauer:

2009-2014

Kosten:

€ 12.841.600 (41,25 % EU)

www.life-traisen.at

Die Traisen ist einer der größten Flüsse Niederösterreichs. Beim Bau des Donaukraftwerks Altenwörth wurde die Traisen in ein neues Bett geleitet, die Mündung befindet sich nun flussab des Kraftwerks. Dieser hart regulierte Traisenmündungsabschnitt fließt geradlinig durch das Augebiet. Der Fluss bietet daher kaum Lebensraum für typische Tiere und Pflanzen der Au und ist mit der umgebenden Aulandschaft und den Augewässern nicht vernetzt. Donaufischen wird durch Querbauwerke die Einwanderung in die Traisen verwehrt.

Seit etwa 10 Jahren gab es Überlegungen, wie der Traisenmündungslauf und die zugehörigen Auen ökologisch verbessert werden könnten. Im Jahr 2005 befassten sich Wissenschafter und Techniker mit der Idee einen neuen Traisenfluss zu schaffen. Er soll eng mit der Au in Verbindung stehen und vielfältige Gewässerlebensräume bieten.

Maßnahmen:
Im Mündungsabschnitt der Traisen soll auf etwa 12 km Länge ein mäandrierender Fluss mit vielfältigen Lebensraumstrukturen geschaffen werden. Damit können die Donaufische wieder in die Traisen zum Laichen einwandern und Lebensraum für über 20 stark gefährdete bzw. vom Aussterben bedrohte Arten würde entstehen.

 

LIFE Traisen © freiwasser




LIFE Traisen © freiwasser

LIFE+ Projekt "Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Ö - Fortsetzung"

Projektgebiet:

NÖ, BGLD

Projektträger:

Österr. Gesellschaft für den Großtrappenschutz unter Beteiligung des
Landes NÖ - Abt. Naturschutz, Land Burgenland, Nationalpark Neusiedlersee-
Seewinkel, EVN, BEWAG, Verbund und des BMLFUW

Dauer:

2010-2016

Kosten:

€ 4.508.500 (75 % EU)

www.grosstrappe.at

Ziel des LIFE+ Projektes ist die Fortführung des erfolgreichen Konzeptes des LIFE Projektes „Großtrappe“ in Österreich bis in das Jahr 2015 und zwar in allen 4 wichtigen Trappengebieten Österreichs. Es sollen nun weitere notwendige ergänzende Erdverkabelungen und Markierungen von Stromleitungen insbesondere im Gebiet Sandboden und Praterterrasse durchgeführt werden. Dadurch soll es auch längerfristig zu einem weiteren Anstieg der österreichischen bzw. der gesamten grenzüberschreitenden westpannonischen Großtrappenpopulation kommen. Außerdem soll der Bevölkerung auch weiterhin anhand des Trappenschutzes der besondere Wert ihrer regionalen Kulturlandschaft und die Notwendigkeit eines integrierten Naturschutzes im Rahmen von Natura 2000 und LIFE+ vermittelt werden.

Maßnahmen:
Im Projektzeitraum werden im Burgenland und in Niederösterreich insgesamt ca. 33,1 km Mittelspannungsleitungen zuerst unter die Erde verlegt und anschließend die bestehenden Freileitungen abgebaut. Somit werden durch das LIFE+ Projekt weitere größere leitungsfreie Flächen für die Großtrappe entstehen. Zusätzlich werden im Projektzeitraum ca. 3,9 km Hochspannungsleitungen mit Vogelwarnfahnen markiert. Außerdem werden von zwei bestehenden Windschutzgürteln jeweils 100 m entfernt, um den Lebensraum der Großtrappe auszuweiten bzw. besser zu vernetzen.

 

LIFE Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe - Fortsetzung © Kovacs

LIFE+ Projekt "Renaturierung Untere Marchauen"

Projektgebiet:

Projektträger:

via donau unter Beteiligung des WWF, Bund, Gemeinden, Fischerei-
verbände und des Landes NÖ - Abt. Wasserbau

Dauer:

2011-2017

Kosten:

€ 4.500.000 (50 % EU)

www.life-march.info

Die March ist der größte linksufrige Zubringer im Oberlauf der Donau und der einzige naturnahe Tieflandfluss pannonischer Prägung in Österreich. Aufgrund der Regulierungs- und Intensivierungsmaßnahmen im vergangen Jahrhundert befindet sich der Fluss gemäß der Wasserrahmenrichtlinie in „mäßigem“ ökologischen Zustand. Mit Hilfe des neuen Projektes soll die March wieder mehr Dynamik erhalten und eine wildnisartige Aulandschaft entstehen – sowohl durch flussbauliche als auch durch Maßnahmen abseits der Gewässer.

Maßnahmen:
Von der Mündung der March in die Donau bis zur Weidenbachmündung sollen Renaturierungsmaßnahmen gesetzt werden. So will man mehrere Nebenarm- bzw. Inselsysteme schaffen, von denen insbesondere geschützte Fischarten profitieren sollen. Die Maßnahmen im Vorland betreffen neben speziellen Artenschutzmaßnahmen die Sicherung der für die Region typischen Feuchtwiesen, die Wiederherstellung von insgesamt 20 so genannten „episodischen Gewässern“ sowie die gezielte Entnahme gebietsfremder, invasiver Baumarten in den Auwäldern, die heimische Pflanzen verdrängen können.

 

LIFE Renaturierung Untere Marchauen © life-march.info





LIFE Renaturierung Untere Marchauen © life-march.info

LIFE+ Projekt "Netzwerk Donau"

Projektgebiet:

Donau in NÖ und OÖ

Projektträger:

Verbund - VHP unter Beteiligung des NÖ und OÖ Landesfischerei-
verbandes und des BMLFUW 

Dauer:

2011-2017

Kosten:

€ 14.509.424 (30 % EU)

www.life-netzwerk-donau.at

Die Donau in Österreich ist 352 km lang. Der energiewirtschaftliche Ausbau hat die Donau bis auf die beiden Fließstrecken in der Wachau und östlich von Wien auf ca. 80% der Flussstrecke zusätzlich zu historischen Regulierungen weiter überformt. Die Stauhaltungen bewirken aus ökologischer Sicht grundlegende Veränderungen und die Kraftwerke führten zur Zerteilung der Donau in Abschnitte, die biologisch nicht mehr in Zusammenhang stehen. Das geplante LIFE+ Projekt wird Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung in der gesamten Österreichischen Donau umsetzen. lnsgesamt profitieren 4 Natura 2000 Gebiete direkt von Maßnahmen. lndirekt wirkt sich das Projekt auf alle Natura 2000 Gebiete der österreichischen Donau aus. Es werden die übergeordnete Ziele „Lebensraumverbesserung“ und „Vernetzung“ verfolgt.
Die Maßnahmen sind als ergänzende Mosaiksteine zu bereits umgesetzten Projekten zu sehen. Sie schließen geografisch Lücken zwischen Maßnahmen, die in den letzten 20 Jahren zum Teil auch mit Hilfe von LIFE Natur umgesetzt wurden.

Maßnahmen:
Ergänzend zu bereits umgesetzten bzw. in Planung befindlichen Maßnahmen zur Fischpassierbarkeit bei Donaukraftwerken wird die fischökologische Vernetzung durch Bau von Umgehungsbächen mit insgesamt mindestens 22 km Länge bei 3 Donaukraftwerken durchgeführt. Die Bäche werden neuen Flusslebensraum inklusive Standorten der weichen Au bieten und die fischökologische Durchgängigkeit der österreichischen Donau soll am Ende des Projekts bis auf 2 Kraftwerke vorhanden sein. Für diese beiden werden Lösungen zur weiteren Vorgangsweise vorbereitet. Im Projekt werden Kieshabitate (Kiesbänken, Kiesinseln) und ein ganzjährig durchflossener Nebenarm in den Stauwurzelbereichen von 2 Donaukraftwerken angelegt. Es werden die Lebensbedingungen für alle 57 heimischen Fischarten der österreichischen Donau, darunter 17 FFH Arten verbessert. Das Projekt beinhaltet umfangreiche Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und zum biologischen Monitoring.

LIFE Netzwerk Donau © Ratschan
 




LIFE Netzwerk Donau © Zauner

LIFE+ Projekt "Wirtschaft & Natur"

Projektgebiet:

Projektträger:

Energie- und Umweltagentur NÖ

Dauer:

2014 - 2017

Kosten:

rd. € 0,4 Mio (50 % EU)

http://www.enu.at/life-wirtschaft-natur-noe

Im Rahmen von „Wirtschaft & Natur NÖ“, einer Initiative für Unternehmen und Betriebe in Niederösterreich, werden gemeinsam Strategien und Projekte entwickelt, um das Thema Biodiversität in die Unternehmensführung zu integrieren und das jeweilige Engagement effektiv zu kommunizieren.

Effektiver Biodiversitätsschutz erfordert sektorenübergreifende Lösungen. Daher ist verstärkt auf Kooperationen mit der Privatwirtschaft zu setzen. Dieser Ansatz hat auf EU Ebene bereits Anklang gefunden und wird nun in einem Pilotprojekt in Niederösterreich umgesetzt.

Ziel 1: Das Bewusstsein über den Wert der Biodiversität und Ökosystemleistungen in Unternehmen steigern.

Ziel 2: Betriebe und Unternehmen befähigen, selbst zu handeln und aktiv zu werden (Ökologische Betriebsarealgestaltung, Übernahmen von Patenschaften, Corporate Volunteering etc.).

Ziel 3: Bevölkerung über den Wert von Ökosystemleistungen der Natur und die positive Rolle von Unternehmen informieren.


 





LIFE+ Projekt "Auenwildnis Wachau"

Projektgebiet:

Donau in NÖ (Wachau)

Projektträger:

viadonau Österreichische Wasserstraßen - GmbH

Dauer:

2015-2020

Kosten:

rd. € 3,9 Mio (50 % EU)

www.viadonau.org

Als eine der letzten freien Fließstrecken der österreichischen Donau ist die Wachau von großer ökologischer Bedeutung, zur Umsetzung der FFH-Richtlinie und der EU Wasserrahmenrichtlinie. viadonau verfolgt daher das langfristige Ziel, die hier identifizierten Renaturierungspotentiale in Form von Trittsteinbiotopen nach und nach umzusetzen. Nach Abschluss der Projekte LIFE Natur Wachau und LIFE+ Flusslebensraum Mostviertel - Wachau ist im Juli 2014 die Zusage der EU für die LIFE-Förderung des neuesten ökologischen Wasserbauvorhabens „Auenwildnis Wachau“ bei viadonau eingetroffen.

Maßnahmen:
Die bedeutendsten naturnahen Auwaldinseln der Wachau (Schönbüheler Insel und Pritzenau) sollen im Ausmaß von ca. 50 ha als Naturschutzgebiete eingereicht werden. Hier sollen über 15 ha neue Auwälder mit Erlen, Eschen- und Weidenau sowie Eichen-, Ulmen-, Eschenauen entstehen. Wertvolle Altbäume (Schwarzpappeln, Flatterulmen, Silberpappeln, Stieleichen u.a.) werden aus der Nutzung genommen und die standortfremde Vegetation (Neophyten) beseitigt.
Aus derzeit verlandenden Gewässerresten bei Rührsdorf/Rossatz wird ein ca. 1,4 km langer dynamischer Nebenarm der Donau neu geschaffen. Das bestehende Nebenarmsystem wird durch eine zusätzliche Überströmstrecke zur Donau und die Verbreiterung der Rührsdorfer Brücke weiter dynamisiert.
Für Amphibien (insbesondere Donau- Kammmolch und Gelbbauchunke) ist die Anlage von 10 größeren Laichgewässern und 10 temporären Tümpeln geplant. Als Artenschutzmaßnahme für den Seeadler erfolgt die Installation von künstlichen Nisthilfen, um die Brutversuche der vergangenen Jahre im Projektgebiet zu unterstützen.

LIFE Netzwerk Donau © Ratschan
 




LIFE Netzwerk Donau © Zauner
 

LIFE+ ist ein Förderprogramm der EU zur Unterstützung von Naturschutzprojekten in Natura 2000 Gebieten.
Das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 soll dazu beitragen, europaweit die Vielfalt an wildlebenden Tier-  und Pflanzenarten sowie an Lebensräumen zu erhalten.

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